Umsteuern! Robin Sisterhood e.V. gibt Menschen, die die Kirche finanziell nicht mehr unterstützen möchten, die Möglichkeit ihre eingesparte Kirchensteuer umzusteuern:

Von der verletzenden Institution zu denen, die diskriminiert und missbraucht wurden und werden.

Unsere Präambel

Gehen oder bleiben? Eine Frage, mit der sich viele Mitglieder der katholischen Kirche in den letzten Monaten konfrontiert sahen. Die Diskriminierung von Frauen, die zahllosen Fälle sexualisierter Gewalt und deren Vertuschung durch hohe Amtsträger zeigen deutlich: Die katholische Kirche steht immer mehr in offenem Widerspruch zu einer Gesellschaft, die Demokratie und Menschenrechte für universal gültig und unhintergehbar hält. Die Institution trägt mit ihrer Weigerung, Diskriminierung zu beenden, Macht zu kontrollieren, und damit das System der Vertuschung zu beenden, dazu bei, dass Menschen in ihrer Würde nicht anerkannt werden und Taten sexualisierter Gewalt nicht verhindert werden. Viele fragen sich: Ist das noch meine Kirche? Nein – das haben Hundertausende für sich entschieden und sind gegangen. Und da kommen wir ins Spiel. „umsteuern! Robinsisterhood e.V.“ heißt der gemeinnützige Verein, den wir vor kurzem gegründet haben. Die Idee ist simpel: Wir möchten Menschen, die die Kirche nicht mehr finanziell unterstützen möchten, dazu anregen, die eingesparte Kirchensteuer umzusteuern: Von der verletzenden Institution zu denen, die diskriminiert und missbraucht wurden und werden. Der Name ist Programm: Robinsisterhood verdeutlicht die christliche Idee der Geschwisterlichkeit und Solidarität. Der Verein hat zwei Vereinszwecke: Die Unterstützung von Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind und von Frauen, die unter Gewalt leiden.

Beispiele, wo umsteuern! wichtig ist:

  • Es gibt keine Beratungsstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt ausserhalb kirchlicher Strukturen. Das wollen wir ändern: In Zusammenarbeit mit dem Eckigen Tisch e.V. schaffen wir die erste Anlaufstelle außerhalb der katholischen Kirche und eine Online Beratungsstelle, die bundesweit agiert mit Sitz in Köln.
  • 28 Plätze in 2 Frauenhäusern in der Millionenstadt Köln sind zu wenige! Wir unterstützen Frauen helfen Frauen Köln e.V. und leiten Ihre Spende weiter.
  • Die Prävention von sexuellem Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen leidet unter einer Mangelfinanzierung. Deshalb möchten wir mit den Spenden Zartbitter e.V. unterstützen. Dieser Verein leistet seit vielen Jahren großartige Arbeit auf dem Gebiet der Prävention.

Wir stehen hinter UmSteuern!

die Robin Sisterhood

Die Einsicht, dass die Richtung nicht stimmt, braucht Konsequenz: umsteuern! In Gedanken, Worten und Taten.

Lisa Kötter

Maria 2.0

Bild Copyright Ralf Baumgarten

Oliver Vogt

Dipl. Sozialarbeiter, Betriebswirt, Ehemaliger Präventions- und Interventionsbeauftragter des Erzbistums Köln

Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich gemerkt habe, dass diese Institution ihre Haltung und ihren Umgang mit Macht und persönlicher Verantwortung nie ändern wird. Betroffene sind nach wie vor Bittsteller und erleben diesen Umgang in den verschiedenen Ebenen hautnah. Durch mein Engagement bei umsteuern! RobinSisterhood e.V. möchte ich Menschen die sexualisierte Gewalt erfahren haben unterstützen und ihnen Orientierung und Hilfe anbieten.

Das Kind endlich als vollwertiges Wesen sehen; die Gläubigen endlich als mündig sehen; die Gelübde endlich als bindend sehen - eben umsteuern!

Bild Copyright Thomas Schäkel

Karl Haucke

Sozialpädagoge, Supervisor, Qualitätsauditor, seit 1976 in sozialwissenschaftlicher Praxis, Forschung und Lehre (Sozialpädagogisches Institut NRW, SoWi-Fakultät der TH Köln), Mitglied der Betroffeneninitiativen MoJoRed e.V., und Eckiger Tisch e.V., ehemaliger Sprecher des Betroffenenbeirates im Erzbistum Köln, Mitglied des Betroffenenrates beim UBSKM sowie im Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Carolin Kebekus

Comedian, Schauspielerin und Sängerin

Ich bin vor Jahren aus der Kirche ausgetreten, finde es aber wichtig, Menschen zu unterstützen, die Gewalt und Diskriminierung erfahren haben. Für diese Menschen ist umsteuern! RobinSisterhood e.V. gegründet worden und das unterstütze ich gerne.

Austreten, UM STEUERN zu sparen? Nein, wir wollen UMSTEUERN! Um Opfer von Missbrauch und Frauen in Not zu unterstützen, die das System Woelki allein lässt.

Wolfgang Schmitz

im (Un)Ruhestand - als Großvater, Vorstand des "Kölner Literaturhaus", Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF

Hildegard Graf-Borstar

geschäftsführende Gesellschafterin eines Familienbetriebs, Mitbegründerin Maria 2.0 Haan, katholisch erzogen und geprägt

Wenn dringende Apelle auf Ignoranz stoßen hilft nur noch umsteuern! und das Ruder selbst in die Hand nehmen.

Maria Mesrian

Theologin und Aktivistin bei Maria 2.0

Wenn man sich dem Leid der Menschen, die verletzt und diskriminiert werden aussetzt, gibt es nur eine Option: Handeln! Das ist mit umsteuern! Robin Sisterhood möglich.

Missbrauch nicht nur als Wort sehen! Missbrauch ist ein Verbrechen welches lebenslange Folgen für jeden einzelnen Betroffenen/jede einzelne Betroffene hat. Betroffenen Raum geben, sie als Persönlichkeiten wahrnehmen, zuhören und verstehen was Kirche als Institution mit ihrem Verhalten und ihrer Macht für einen irreparablen Schaden verursacht. Gemeinsam mit anderen Betroffenen und Menschen, die nicht betroffen sind, jetzt umsteuern!

Jeanette Berger

B.A. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin
Betroffene von sexualisierter Gewalt

Winfried Ponsens

Schulleiter im Ruhestand, Geschäftsführer MoJoRed e. V. (Missbrauchsopfer Collegium Josephinum Bonn und Redemptoristen), Mitglied im Beirat des EHS, Familienministerium und ehemaliges Mitglied im Betroffenenbeirat Erzbistum Köln

Missbrauchsopfer ohne Raum in der Kirche. Neue Räume durch Um-steuern.